Maler & Autor

Manuel Thomas versteht sich seit seiner Jugend vor allem als "Papierarbeiter": Zeichnungen, Skizzen, Illustrationen, Druckgraphik, Materialdrucke, Monotypien, Aquarelle, Collagen aus bearbeiteten oder aquarellierten Papieren, die er auch ins Dreidimensionale zu Papierreliefs sprengt. Die fadendünnen Linien seiner Zeichnungen, erzählen Geschichten, greifen literarische Erinnerungen auf, verdichten sich, wenn der Künstler zweihändig zeichnet, ansatzweise parallel bis hin zu überraschenden Gespinsten: Blumenstücke, Landschaften, seltsame Begegnungen.

Die Beschäftigung mit Marcel Proust hat seit 40 Jahren zu etwa 200 Blättern "hors texte" geführt, nicht illustrierend, sondern assoziativ eingehend auf Milieus, Atmosphäre, biographische wie narrative Fragmente. Auch zahlreiche Blätter zu Anselm Feuerbachs Biographie und Werk entstanden in ähnlicher Unabhängigkeit. Daneben stehen immer wieder Zeichnungen, Gemälde, Durckgrafik mit biblischen Themen. Eine Sonderstellung in seiner Arbeit nimmt seit 50 Jahren seine zumeist abstrakte Hinterglasmalerei ein.